moderne Praxiskleidung

Der Mythos der praxisnahen Kleiderordnung

Weiße Hosen, weiße Shirts, weiße Polos oder Kasacks. Dazu ein paar bequeme weiße Praxisschuhe in Form von Clocs oder Slippern, natürlich mit Fußbett, denn ein 8-10 Stundentag auf Pumps oder Highheels ist kaum auszuhalten. So ausgestattet sind sie allseits bekannt, die Arzthelferinnen, Zahnarzthelferinnen, Laborassistentinnen und Schwestern. Wichtig ist, dass die Kleidung vernünftig sitzt, dass sie auch bei hohen Temperaturen waschbar ist, eventuell sogar fleckabweisend, auf alle Fälle aber weiß. Auf alle Fälle? Heute wissen wir, dass das Weiß der Praxiskleidung längst überholt ist. Hosen, Röcke, Shirts, Polos oder Kasacks. Dazu ein paar bequeme Clocs oder Slipper mit Fußbett. Gerne darf der Kittel oder Kassack in fröhlichem bunt, angemessen gemustert, grün, blau oder gelb daherkommen. Sie sind Arzthelferin und helfen dem Arzt. Sie sind Zahnarztassistentin und assistieren Ihrem Chef am Stuhl. Damit ist Ihre Aufgabenstellung klar umrissen. Die Aufgabe Ihrer Praxiskleidung ist es aber nicht, den sterilen Charme der Medizin zu untermauern. Wichtig ist, dass die Kleidung gut und auch bei hohen Temperaturen waschbar ist oder in die Industriewäsche kann und dass sie Sie in einem gewissen Rahmen schützt, aber es steht nirgendwo geschrieben, dass farbige Wäsche das nicht ebenso gut kann. Im Gegenteil. Neben allen Voraussetzungen, die gute Praxiskleidung erfüllen muss, darf sie gerne modisch geschnitten, in pfiffiger Form, in fröhlichen Farben und obendrein bequem sein. Die psychologische, positive Wirkung von Farben ist nicht nur nachgewiesen, sondern beweist sich tagtäglich in der Praxis: Das dreijährige Mädchen lässt sich gleich viel einfacher impfen, wenn ein kleiner Teddy sie vom Shirt der Helferin aus anblickt. Frau Müller ist doch wesentlich entspannter, wenn sie im Behandlungsstuhl auf fröhliche Farben blickt, statt auf steriles weiß, das obendrein in dem Praxislicht auch das Personal so blass aussehen lässt, wie man sich vielleicht gerade selber fühlt. Und wird man von einem freundlichen Herren, von dem man nur die freundlichen Augen sehen kann unter dem Mundschutz in Narkose gelegt, schläft man beim Zählen von kleinen fröhlichen Applikationen auf seiner Kappe doch gleich viel besser ein, als mit dem obligatorischen Schäfchenzählen. Egal, welche Praxis man aufsucht. Man besucht sie meistens, weil man muss, aus einem besorgniserregenden Grund heraus und nicht freiwillig. Da fällt es einem doch gleich viel leichter, wenn man in Bezug auf die Praxiskleidung feststellen kann: "Alles so fröhlich und bunt hier!". Weiterführende Informationen finden Sie auch auf: http://www.arbeitskleidung-arbeitsbekleidung.de/Medizin-Mediziner.htm