Krankenpflegerin mit Überzeugung und Leidenschaft

Der Beruf der Krankenpflegerin

Es gibt Berufe, die sind deutlich leichter - sowohl in Bezug auf die Psyche als auch in Sachen Physis. Doch ob sie ebenso viel Erfüllung schenken wie die Pflege kranker Menschen? Das muss der Einzelne für sich entscheiden. Doch eine Krankenpflegerin, die sich mit ihrer ganzen Arbeitskraft für diesen Job entschieden hat, traf den Entschluss wahrscheinlich aus dem Bedürfnis heraus, anderen Menschen zu helfen. Bei den harten Stunden und der nicht gerade üppigen Bezahlung, die auch immer wieder politisch-wirtschaftliches Thema sind, muss sie ihre Bestätigung aus der Dankbarkeit von Kranken und Angehörigen beziehen. Und sich natürlich daran aufrichten, heute selbst unter schwierigsten Bedingungen und vielleicht sogar heiklen Situationen, unfreundlichen Worten oder persönlich unbefriedigenden Umständen ihr Bestes gegeben zu haben. Die Kleidung sollte die positive Komponente unbedingt unterstreichen und einem erfolgreichen Tag nicht im Wege stehen. Sie darf den komplexen Bewegungsabläufen nicht entgegenlaufen. Zu enge Hosen machen jedes Bücken zu einer wackeligen Gleichgewichtsübung, zu enge Oberteile schränken die Beweglichkeit der Arme und Schultern ein. 

Die Berufsbekleidung der Krankenpflegerin

Dabei müssen Patienten gedreht und gewaschen werden, auch manches Bett braucht einen neuen Bezug. Dafür muss sich auch eine hochgewachsene Krankenpflegerin lang strecken. Praktische Berufskleidung wie beispielsweise Schlupfkasacks machen jede gewünschte Bewegung mit und lassen ausreichend Platz für Arme und Oberkörper. Das beeinträchtigt ebenso wenig die Atmung. Wenn Entlassungen anstehen, müssen die Betten zur zentralen Reinigung gefahren und die Nachttische ausgewaschen werden. Nicht immer stehen dafür Praktikanten oder Lehrlinge bereit. Bücken, knien, strecken und recken und viel Laufarbeit machen die körperlichen Seiten des Berufes aus. Die psychische Belastung ist eine andere und kann beispielsweise, sofern vom Arbeitgeber gestattet, mithilfe einiger Farbakzente erleichtert werden. Nicht überall muss reines Weiß getragen werden. Sicher freuen sich auch die Patienten über den einen oder anderen Lichtblick. Man darf nicht vergessen, dass auch für kranke Menschen seelische Zuwendungen und fröhliche Momente einen hohen Stellenwert haben. Das bezeugen viele Untersuchungen. Etwas Abwechslung durch wundervolle Bilder, zarte Blumen und freundliche Krankenpflegerinnen kann hier ebenso helfen wie die bunten Farbtupfer durch deren Kleidung. Streifen oder feine Karos, hervorgehobene Kragen oder Brusttaschen bringen viel Abwechslung und machen jeden Alltag bunter. Das bekommt Helferinnen und Patienten gleichermaßen.