Krankenpfleger - von jung bis alt

Die Berufsbekleidung des Krankenpflegers

Arbeitet ein Krankenpfleger mit Kindern, so sollte er gewisse Voraussetzungen mitbringen. Kinder kann man nicht einfach wie kleine Erwachsene behandeln. Man muss die kindlichen Verhaltensweisen, Bedürfnisse und Reaktionen kennen und einschätzen können. Bei unter 4-Jährigen gilt es das Kind sehr genau zu beobachten, denn es kann noch nicht wirklich ausdrücken was ihm fehlt. Deshalb sollte man Aussagen an die altersspezifischen Verständnismöglichkeiten anpassen, eine kindgerechte Ausdrucksweise benutzen und die kindliche Sprache verstehen. Kinder sind unberechenbar und folgen ihren Impulsen. Deshalb brauchen sie eine sichere Umgebung und einen ungefährlichen Bewegungsraum, da der Bewegungsdrang ein Grundbedürfnis ist. Die Aufgabe des Krankenpfleger ist auch das Kind zu beschäftigen. Spiele sollten an die jeweiligen Fähigkeiten angepasst sein und einen gesundheits- und entwicklungsfördernden Charakter haben. Sie sollten in die Pflegeplanung unbedingt mit einbezogen werden. Ein weiterer wichtiger Punkt für den die Krankenpfleger sorgen müssen, ist die Integration der Eltern und der elterlichen Erziehung. Es ist nicht die Aufgabe des Pflegers das Kind umzuerziehen, sondern die elterliche Erziehung fortzusetzen. 

Krankenpfleger - die Arbeit mit Kindern

Der Krankenpfleger sollte mit den Kindern klar und konsequent umgehen, Liebe zeigen, aber nicht verwöhnen und taktvolle Lenkung vornehmen, anstatt das kranke Kind zu bevormunden. Ein Krankenpfleger hat während des Krankenhausaufenthaltes dafür zu sorgen, dass die Rechte des Kindes beachtet werden, falls die Eltern dies nicht können. Das Kind kann diese nicht selbst durchsetzen und ist von seiner Umwelt abhängig ist. Eben solche Rechte sind zum Beispiel: Das Recht auf gesundes Aufwachsen und Reifen, das Recht auf Ernährung, Wohnung, Erholung und ärztliche Betreuung. Körperlich und geistig behinderte Kinder erfahren eine gesonderte Behandlung, Erziehung und Fürsorge. Der Bedarf der Kinder an Liebe, Zuneigung, Verständnis und Sicherheit muss gedeckt sein. Jedes Kind wird vor herabsetzenden Handlungen bewahrt (zum Beispiel in Bezug auf Rasse und Religion). Der Krankenpfleger muss diese Rechte beachten und wenn nötig durchsetzen. Die Reaktionen eines Kindes auf einen Krankenhausaufenthalt sind alters- und charakterspezifisch. Ein Kind zwischen 5 Monaten und 6 Jahren zum Beispiel wird durch die längere Trennung zu den Eltern seelisch stark belastet, denn sie sind von der Beständigkeit und Zuverlässigkeit der emotionalen Bindung zu ihren Eltern sehr stark abhängig. Diese Belastung muss der Krankenpfleger mit viel Aufmerksamkeit und Zuneigung auf einem möglichst kleinen Level halten, dann steht der Genesung des Kindes nichts mehr im Weg.