Krankenhausbekleidung - Frauen lieben Taschen  

eine kleine Zeitreise mit Blick auf die Bekleidung in Krankenhäusern

Frauen lieben Taschen. Das ist kein gemeines Vorurteil, sondern kann statistisch belegt werden. Wenn die Oberschwester an ihre erste Tracht denkt, so hieß die Berufsbekleidung zur Zeit ihrer Ausbildung noch, kann sie heute nur amüsiert schmunzeln. Ein weißer Rock, schicklich über das Knie reichend. Eine lange weiße Kittelschürze über einer weißen hochgeschlossenen Bluse oder ein langärmliger weißer Kittel, so sich die Eltern eine solche Ausstattung leisten konnten. Die Haare stets ordentlich zum Dutt und aus dem Gesicht, auf der Brust eine Brosche mit dem roten Kreuz darauf und darunter ihr Name nach dem damals noch üblichen "Fräulein". Adrett und züchtig musste nicht nur die Alltagskleidung sein, sondern auch die Krankenhausbekleidung. Bequem und praktisch war das alles nicht. Im Gegenteil. Die "Klamotte" von damals bot viel zu wenig Bewegungsmöglichkeit und war unendlich starr und steif durch das damalige Mangeln. Der praktische Nutzen lag mit Sicherheit darin, dass die Züchtigkeit gewährleistet. Auch wenn Menschen gerne in die gute alte Zeit zurückblicken und behaupten: "Früher war alles besser!", die Entwicklung der Berufsmode ist für die Oberschwester ein Segen. 

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Es fängt damit an, dass sie Hosen als Krankenhausbekleidung tragen darf. Natürlich ist in ihrer Klinik weiß die vorherrschende Farbe, aber sie hat die Möglichkeit diese weiße Hose z.B. mit einem pfiffigen farbigen Accessoire wie einen Gürtel zu kombinieren. Und für oben herum hat sie die Qual der Wahl. Am Liebsten trägt sie ein lang- oder kurzärmliges Shirt und darüber einen fröhlichen Hosenkasack entweder in weiß und farbig abgesetzt oder einen uni farbigen Kasack. Selbstverständlich ist die Krankenhausbekleidung wie damals bei hohen Temperaturen waschbar, kann sogar in die klinikeigene Industriewäsche gegeben werden und selbst nach dem Bügeln, sind die aus Mischgewebe bestehenden Textilien sehr angenehm auf der Haut zu tragen. Für die Oberschwester ganz wichtig sind allerdings die Taschen an Hose und Oberbekleidung. Sie liebt Taschen und sie braucht Taschen. Ob für die Uhr zum Puls messen, den Schlüssel für den Giftschrank, Kugelschreiber, Pfefferminz oder das kleine Stoffschweinchen, ein Talisman, den ihr Enkel ihr schenkte, alles hat seinen Platz. Und wenn sie durch die Klinikgänge huscht und trifft auf einen traurigen Menschen, dem sie Trost spenden kann, dann kann dieser einfach auf ihre Brusttasche schauen wo in ihrer Lieblingsfarbe gestickt ihr Name steht "Schwester Irmgard".